Gab es schon Situationen, in denen du Dich von den Menschen sehr berührt gefühlt hast, die Du fotografiert hast?

Ich habe in diesem Sommer ein paar schöne Bilder gemacht! Zwei Mönche waren hier im Dorf auf Promotour, die in der buddhistischen Hierarchie direkt unter dem Dalai Lama stehen.

Ich biete bei uns im Dorf geistiges Heilen an und wurde zu der Veranstaltung eingeladen. In Köln hätte man ein Stadion mieten müssen. Hier waren eine Hand voll Gäste und deshalb war die Atmosphäre angenehm familiär.

Am ersten Tag  fand eine Divination statt – Segnung würde ich das nennen. Diese wurde im Einzelgespräch vom höheren Mönch erteilt, der andere Mönch war für das Mandala zuständig. Ich fand es super zu sehen, wie ein Mann mit Energiearbeit umgeht. Oft sind es ja eher Frauen, die sich für diese Themen interessieren. Der Blick war immer überall – bei uns und im Raum. Dann gab es eine Meditation… ich verstehe ja nicht ihre Sprache. Es ging irgendwie so: „uo uo uo uo uo…“ und dann Tok Tok Tok Tok…! Da kam eine Welle…! Ich fand es gut, den Mönch so zu erleben: wie ein Samurai, ganz präsent, aber auch weich.


Ich habe sie fotografiert und ihnen die Bilder hinterher geschenkt. Ich dachte, sie brauchen ein bisschen Pressematerial.
Am Ende habe ich den Sekretär vom Dalai Lama kennengelernt! Er hatte mich gebeten, ein paar Fotos von ihm als Erinnerung zu machen, und hinterher kam heraus, dass das der Sekretär vom Dalai Lama war, das hatte ich nicht gewusst.